Die Räumlichkeiten
Der Entwurf
Der Plan von wtr sah einen nahezu quadratischen Baukörper vor, der sich aufgrund seiner Einstöckigkeit harmonisch in die bestehende Bebauung am Ortsrand von Burlafingen einfügt.
Das Erdgeschoss
Im Erdgeschoß sind neben der Aula als dem „Herz der Schule“, der Verwaltungstrakt, der Ganztagesbereich, die Bibliothek, der Musikraum sowie die Kreativräume und die Mensa verortet.
Plan: wtr
Aula
Die Aula hat Sitzstufen, die als Sitzmöglichkeit für Veranstaltungen aller Art schnell und unkompliziert genutzt werden können. Sie bieten einen optimalen Blick auf die gegenüberliegende Bühne und können auch zum Vespern in Regenpausen genutzt werden. Um die gesamte Schulfamilie auf einmal zu versammeln, steht zusätzlich die umlaufende Galerie im ersten Stock für Stehplätze zur Verfügung.
Verwaltungstrakt
Der Verwaltungsbereich befindet sich zur besseren Orientierung direkt in Eingangsnähe. Er gliedert sich in einen öffentlichen und nicht-öffentlichen Bereich, der nur für das schulische Personal zugänglich ist. Eine Besonderheit stellt das Lehrer-Teamcafe dar, das weniger den Lehrerkonferenzen Raum geben soll, sondern in erster Linie als Ruheraum allen schulischen Mitarbeitern in ihren Pausen die Möglichkeit zur Entspannung und zum kollegialen Austausch bieten soll.
Offener Ganztag
Am Verwaltungstrakt schließen die Räume des offenen Ganztags an. Von einem sogenannten Marktplatz als offener Mitte, gehen ein Ruheraum sowie ein Bewegungsraum ab. Das Betreuungspersonal erhält in einer „Multifunktionsbox“ gegenüber dem Sekretariat einen Büroraum, der sowohl für Verwaltungstätigkeiten als auch für Mitarbeiterbesprechungen genutzt werden kann.
Musikraum
Der Musikraum schließt an die Aula an und besitzt eine große Falttüre. Dies ermöglicht eine Vergrößerung der Aula bei Großveranstaltungen. Der Musikraum selber wurde nicht fest möbliert und schafft so ideale Bedingungen zum Musizieren und rhythmischen Bewegen.
Bibliothek
Eine Bücherei soll zum Lesen motivieren. Die verschiedenen einladenden Bereiche mit unterschiedlichsten Sitzplätzen und Bücherregalen ermöglichen das Recherchieren, Stöbern, Schmökern und Entspannen. Es besteht ein Zugang zum außenliegenden Werkhof.
Kreativräume
Die Werkräume und das Kunstatelier verfügen über einen gemeinsamen Marktplatz mit einer Wasserstation und einer Küchenzeile, die von den Schülern zum Kochen und Backen genutzt werden. Für kreatives Arbeiten unter freiem Himmel steht der Werkhof zur Verfügung.
Besprechungsräume
Neben dem Kreativbereich finden sich zwei Besprechungsräume, die für die Jugendsozialarbeit und Streitschlichtung zur Verfügung stehen.
Garderobe
Eine Besonderheit unserer neuen Schule stellt unsere Zentralgarderobe dar. Um den unaufgeräumten Eindruck vor den Klassenzimmern zu vermeiden und einen reinen Hausschuhbereich im Obergeschoß zu ermöglichen, hat sich die Schulfamilie für eine Zentralgarderobe für alle Kinder im Erdgeschoß entschieden. Die einzelnen Klassen haben farblich gekennzeichnete Bereiche, die neben den Sitzmöglichkeiten auch Haken für Jacken und Sportbeutel und Ablageflächen für Mützen und Schuhe bieten.
Schülerrestaurant
Unsere Mensa ist kein Speisesaal im herkömmlichen Sinne. Damit den Schülerinnen und Schülern eine entspannte Mittagspause ermöglicht werden kann, ist sie in einzelne Nischen unterteilt, die Platz für bis zu sechs Kinder bieten. Dadurch entsteht die Atmosphäre eines Schülerrestaurants. Diese bauliche Maßnahme trägt zum verstärkten Schallschutz bei. Zum einen wird durch die Zonierung Schall absorbiert, zum anderen sind Sichtbeziehungen unter den Kindern unterbrochen, was ebenfalls die Lautstärke vermindert. Eine weitere Besonderheit ist der Außenbereich der Mensa, der durch sein festes Mobiliar bei schönem Wetter zum Essen draußen einlädt.
Das Obergeschoß
Der erste Stock besteht aus vier Kernlernbereichen – auch Lernwohnungen genannt. Jede Lernwohnung beheimatet eine Jahrgangsstufe, d.h. drei bis vier Klassen gruppieren sich um eine gemeinsame Mitte. Die Anordnung ist vergleichbar mit einem Windmühlenflügel.
Im gesamten Obergeschoß ist Kugelgarn verlegt, eine Art antiallergener, äußerst strapazierfähiger Teppichboden. Dies verstärkt den Eindruck einer LernWohnung und lädt zudem zum Sitzen und Arbeiten auf dem Boden ein.
Grafik: LernLandschaft
Lernwohnungen
Das Mobiliar der Klassenräume zeichnet sich in erster Linie durch seine Flexibilität aus. So sind die Tische und Stühle leicht verschiebbar, Tafeln an verschiedenen Seiten montierbar und auch abnehmbar und die Wände dienen zugleich als Stauraum. Die Klassenzimmer besitzen sogenannte „Lesefenster“, die zum einen als Sitzmöglichkeit fungieren und zum anderen eine Sichtbeziehung zum Marktplatz garantieren. Die gemeinsame Mitte, der Marktplatz, ist ein „Ermöglichungsraum“ und wird von allen Klassen einer Jahrgangsstufe gemeinsam genutzt. Zum einen steht er für Einzel- und Gruppenarbeiten zur Verfügung, aber auch für gemeinsame Einführungen oder für klassenübergreifende Stationen, Lerntheken oder Projekte. Er verfügt über eine zentrale Wasserstelle, verschiedene Sitzmöglichkeiten, Bühnenelemente, PC-Arbeitsplätze und Präsentationsmöglichkeiten.
Von allen Marktplätzen gehen zudem Differenzierungsräume sowie eine Art kleines Lehrerzimmer – Lehrerstützpunkt genannt – ab. Der Lehrerstützpunkt ist ein Arbeitsort für Lehrkräfte und bietet mit seinen zwei nichtpersonalisierten Arbeitsplätzen einen Ort zum Schneiden, Lochen, Sortieren und Drucken, sodass eine optimale Vor- und Nachbereitung des Unterrichts dort möglich ist. Außerdem können Besprechungen im Jahrgangsstufenteam dort stattfinden.
Grafik: LernLandschaft
Der Außenbereich
Pausenhof und Sportanlagen
Unser Pausenhof soll den unterschiedlichen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler in der Pause gerecht werden. Zum einen soll er Möglichkeiten bieten, das Bedürfnis nach Bewegung auszuleben, zum anderen aber auch dem Bedürfnis nach Ruhe entgegenkommen.
Der Schulhof wurde naturnah gestaltet, um den Kindern eine anregungsreiche Umgebung zur Förderung ihrer kognitiven, körperlichen und emotionalen Entwicklung zu bieten. Zudem soll die naturnahe Gestaltung Unfallgefahren entschärfen und der Gewaltprävention dienen. Der Aspekt der Umwelterziehung im Nahraum der Schüler spielt ebenfalls eine wichtige Rolle.
Der Entwurf der beauftragten Landschaftsarchitekten von Freiraumconcept aus Stuttgart sah eine „Bewegte Landschaft“ mit Hügeln, Gräben, Hängebrücken und Seilgarten vor. Außerdem wurde ein Schulgarten und ein grünes Klassenzimmer angelegt und viele unterschiedliche Sitzmöglichkeiten realisiert.
Im Gegenzug dazu gibt es vielfältige befestigte Flächen, die dem Sportunterricht dienen aber auch zur sportlichen Nutzung in der Pause anregen. Neben vier Laufbahnen, einer Weitsprunggrube und einem großen Allwetterplatz, der nachmittags und abends den Vereinen zur Verfügung steht, gibt es Tischtennisplatten, Reckstangen und eine Querkletterwand.